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In den Religionen spielt der Bart immer eine große Rolle: Gott Vater wird immer mit wallendem, langen Bart dargestellt. Abraham, Noah und Moses sind bärtige Hauptdarsteller des Alten Testamentes. Christus am Kreuz ist ohne Bart unvorstellbar. Nur als Kind in der Krippe bleibt ihm dieser erspart, ist aber doch mit dem Hl. Josef, und zumindest zwei der drei heiligen Königen von Bartträgern umgeben. Propheten, Apostel (nur Johannes ist befreit!), Päpste, unzählige Heilige, Rabbiner, Muftis, Ayatollas, orthodoxe Popen und Staretzen tragen ihren haarigen Gesichtsschmuck gleichsam als ?Dienstausweis?. Steht doch bereits in Levitikus 19,27: ?Du sollst deinen Bart nicht stutzen? und ?Die Priester sollen sich auf ihrem Kopf keine Glatze scheren, ihren Bart nicht stutzen ...?(21,5). So ist es kein Wunder, dass Muslime noch heute auf ?den Bart des Propheten? schwören. Der Bart war schon immer ein Privileg des freien Mannes. Das musste auch der aufgeklärte russische Zar Peter der Große erfahren, als er den Kosaken Bart und Haare nach westlichem Muster stutzen wollte: es kam zur Rebellion. Der bekannteste Bartträger des Jahreskreises ist sicher der Hl. Nikolaus: je länger und würdiger der weiße Bart, desto größer die Erfurcht der Kinder.
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