Dienstag, 12. Juni 2012

Schminktipp Extra: Falschen Bart richtig ankleben!

Bärte sind total super! Da gibt es erst einmal wenig dran zu rütteln. Allerdings möchte vielleicht nicht Jeder ständig und das ganze Jahr hindurch gesichtsbehaart herumlaufen. Vielleicht fehlt die nötige Behaarung an wichtigen Stellen sogar völlig. Ein falscher Bart muss also her! Und wir zeigen Euch, wie man den richtig anklebt!

Denn natürlich kann sich jeder Mensch fix einen Flokati ins Gesicht kleben. Ob das Endergebnis jedoch Freunde, Party-Juroren, Partner oder Ehegatten überzeugt, sei erst einmal dahin gestellt. Besser Ihr geht auf Nummer sicher – also hergeschaut und aufmerksam aufgepasst!


1. Vorbereitung und Anpassen

Zunächst wird der falsche Bart angehalten. Achte z.B. auf die Breite des Übergangs zwischen Deinem Haupthaar und den Koteletten – hier kannst Du Deinen Kunstbart etwas mit der Nagelschere bearbeiten um den Übergang natürlicher aussehen zu lassen. Merke Dir die Konturen des künstlichen Bartes. Achte weiterhin darauf, dass die Stellen, an denen später der Bart sitzen soll, sauber und fettfrei sind.

Tipp: Gerade bei etwas volleren oder zotteligeren Bärten empfiehlt es sich, das Gesicht, falls gewünscht, bereits vorher zu schminken so sind weniger Haare im Weg und der gewünschte Effekt lässt sich einfacher erzielen.

Tipp: Falls Du einen Schnurrbart verwendest, kann es sinnvoll sein, Diesen in der Mitte zu halbieren. Dann rüttelt er sich auf der stark bewegten Oberlippe nicht so schnell locker.


2. Auftragen des Hautklebers

Trage an den vorher erkannten Stellen, besonders an den Außenkanten des Bartes, mit dem Pinsel sparsam Mastix-Hautkleber auf. Mache dies für jedes Bart-Teil einzeln, nicht für alle auf einmal. Lasse alles gut antrocknen.

Mit einem sauberen Wattestäbchen entfernst Du jetzt überschüssigen Hautkleber und tupfst die Klebeflächen ab. Tupfe so lange weiter bis der Kleber kleine Fäden zieht.

Tipp: Für eine besonders feste und belastbare Haftung kannst Du zunächst etwas Watte auf den Mastix drücken. Wenn die Watte festklebt, zupfst Du alle überflüssige Watte ab. Auf diesen Flaum gibst Du dann erneut Mastix und klebst den Bart wie gewohnt fest. Das hält auch die stärksten Belastungen aus!


3. Ankleben des Bartes

Setze jetzt den Bart vorsichtig an und drücke ihn für einige Momente fest. Dabei sollte Dein Mund weit geöffnet sein, damit sich der Bart später durch Deine Mimik nicht losreißt. Wenn Du zum Festdrücken statt Deiner Finger einen Stielkamm verwendest, kannst Du wesentlich genauer Druck ausüben. Außerdem knautschst Du auf diese Weise das Barthaar nicht so stark zusammen.

Tipp: Großflächige Bärte und Bartteile solltest Du schrittweise ankleben. Beginne z.B. bei einem geschlossenen Vollbart am Kinn und arbeite Dich schrittweise nach oben. In diesem Fall solltest Du auch den Mastix-Hautkleber schrittweise auftragen.

Tipp: Du kannst die Tüllränder des falschen Bartes nochmals mit Mastix-Hautkleber einstreichen und nach einer kurzen Trockenzeit mit einem Wattestächen andrücken. Das kaschiert den Übergang und bringt nochmals einen festeren Halt.


4. Anbringen weiterer Haarteile

Solltest Du andere Haarteile, z.B. Augenbrauen verwenden wollen, bringst Du Diese auf die gleiche Art an, wie Deinen schicken falschen Bart.

Tipp: Aus vielen Bärten kannst Du prima buschige Augenbrauen basteln, z.B. indem Du unseren Schnüffler Bart halbierst.

Tipp: Zwischen Deinen Augenbrauen machen einzelne Haarsträhnen einen besonders guten Eindruck. Drücke diese Haare einfach mit einer Schere oder einem anderen Metallgegenstand direkt in den aufgetragenen Mastix-Hautkleber. Achte darauf, die Schere immer wieder mit Alkohol oder Mastix-Entferner zu reinigen.


5. Letzte Schritte

Jetzt wird frisiert und gestylt: Zwirble Dir den Bart zurecht wie Du magst, style Deine falschen Augenbrauen und scheue Dich nicht, einzelne, überstehende Haare mit der Schere zu Leibe zu rücken.

Anschließend greifst Du zu unserem Creme Make-up Hautschminke oder zu unserem maskworld aqua make-up und schminkst die Übergänge Deines Bartes und der Haarteile in den gewünschten Farbtönen ein.


6. Abnehmen, Pflege und Aufbewahrung Deines Bartes

Zunächst befeuchtest Du die empfindliche Oberkante des Bartes mit reichlich Mastix-Entferner. Dabei darf ruhig etwas von der Flüssigkeit unter den Tüll laufen. Mit einem Wattestäbchen, das ordentlich durchtränkt ist, bringst Du weiteren Entferner auf die Haut auf und ziehst dabei vorsichtig den Bart von der Haut ab. Du wirst merken, dass hier die reichliche Verwendung von Entferner die Arbeit wirklich erleichtert.

Zum Reinigen Deiner Haut tränkst Du ein Kosmetiktuch mit Mastix-Entferner. Lege das nasse Tuch mit sanftem Druck auf Deine Haut und belasse es dort einige Augenblicke – das erspart Dir ein unangenehmes Reiben und Rubbeln und schont somit die Haut.

Zum Reinigen des Bart-Tülls gibst Du einen guten Schuss Mastix-Entferner in einen Teller. Es genügt, wenn ca. zwei Millimeter Entferner auf dem Boden stehen. Mit dem Tüll nach unten legst Du die zu reinigenden Teile in den Entferner. Einige Minuten Einwirkzeit reichen völlig aus. Der Entferner greift den Bart nicht an, so dass Du ihn auch länger weichen lassen kannst. Das eingeweichte Bart-Teil legst Du dann auf ein sauberes, trockenes Stück Kosmetik- oder Haushaltstuch. Mit einer weichen Borste (z.B. einer alten Zahnbürste oder einem kleinen Pinsel) tupfst Du die angelösten Mastixreste in das Tuch. Bei Bedarf wiederholst Du das, bis der Tüll wieder ganz sauber ist.


7. Et voilà

Auch wenn unsere kleine Anleitung auf den ersten Blick etwas komplizierter wirken sollte: Das Ergebnis lässt sich sehen! Einen so aufwendig angebrachten Bart werden viele Deiner Mitmenschen zunächst gar nicht als Fälschung wahrnehmen. Freue Dich also auf verwunderte und anerkennende Blicke!

Und mit ein bisschen Übung werden die einzelnen Schritte schnell zur erprobten Routine.

 
 
 
 
 
 



Viel Spaß beim Schminken, Schnibbeln, Ankleben und Experimentieren wünscht

Eure Crew von maskworld.com!


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Kommentare

Es gibt 2 Kommentare zu "Schminktipp Extra: Falschen Bart richtig ankleben!":

  • Thomas-Walter schreibt am Sonntag, 29. Dezember 2013 um 20:21 Uhr

    Guten Tag!
    Drehbücher sind keine geduldige Werke. Wenn der Bart vorher ab ist, fällt keine Klappe. Also ist Qualität erforderlich – ein „Dreh“ ist kein Fasching. Beispiel: “Die Toten am Fort Point”, 2013. Hier ist die Tarnung eines Ermittlers für max. eine Woche angesagt. Dieser muss in seinem Wesen authentisch bleiben, was durch die Gewöhnung an den Bart gewährleistet ist. Manche Darsteller lassen einen “entstehen”, wenn´s die Termine erlauben. Was geschieht, wenn die Stoppeln unter dem Kunstbart wachsen? Löst sich dieser? Wie lange könnte man ihn tragen? Ihn immer wieder zu erneuern ist wohl kein Problem? Es gibt bestimmt auch Echthaar – man kennt es bei alten Puppen …

  • Breitner schreibt am Donnerstag, 27. Februar 2014 um 20:01 Uhr

    Super coole Tipps. Top

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