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Mittwoch, 25. März 2009

LARP-Kochbücher und Ambiente-Küche

Zu einem großen Con gehören nicht nur blutrünstige Krieger und filigrane Elfen, sondern auch Charaktere mit ganz normalen - aber letztendlich unerlässlichen Aufgaben: Tavernen-Köche, Küchenfeen, Diener, Knechte und Mägde, die wohlriechende Speisen bereiten und servieren oder evtl. auch auf die ausreichende Wegzehrung ihrer Herrschaft achten müssen. Da kann es schon mal vorkommen, dass dem, bis an die Zähne kiloschwer gepanzerten, obersten Feldherrn hin und wieder eine belegte Semmel oder eine Batallion Traubenzucker fürsorglich zwischen die Hauer gestopft werden muss. Aber auch dem SC, der angehalten ist, sich In-Time selbst zu versorgen, ist die fünfte Bratwurst mit trockener Toast-Ecke vielleicht doch ein wenig zu fad - auch die schlabbrige Pizza-Ecke ist nicht ganz Ambiente-tauglich. Tja, und wer es dagegen mit stilechtem ungezuckerten Haferbrei versucht, der wird möglicherweise eher an seinen letzten Krankenhausaufenthalt erinnert, als seinen barbarischen Heisshunger zu stillen. Zudem sind nicht immer Starkoch-verdächtige Halblinge in der Nähe, deren Einstellung zu Nahrungsmitteln eigentlich mit dem Motto: “Entweder habe ich Hunger oder mir ist schlecht!” beschrieben werden könnte. Aber würde man dann eigentlich vor lauter schlappmachender Völlerei noch zum larpen kommen?? Es muss doch auch anders gehen! Ja, geht es auch… und das ganz ohne Magie!

Auf dem Buchmarkt sind in den letzten Jahren eine Reihe spezieller Kochbücher erschienen, die nicht nur den Larper, sondern auch die Fans der mittelalterlichen, keltischen oder vielleicht auch römischen Küche zu erfreuen vermögen. Speziell für den LARP-Bereich empfehlen wir allerdings “Das LARP-Kochbuch: Ambiente-Küche auf Live-Rollenspielen” (Hildebrandt, Eckenfels, Bossert | 2006 | Books On Demand GmbH | www.larpkochbuch.de) mit über 100 Rezepten - erprobt unter härtesten Con-Bedingungen und komplettiert durch Tipps zu Organisation und Durchführung einer LARP-Küche. Ebenfalls angeraten ist “Der kleine Komolze” (Momo & Pato | 2007 | Zauberwald Verlag) mit über 100 Rezepten, Ess- und Trinksprüchen, welcher ursprünglich für Pfadfinder u.a. Jugendgruppen konzipiert wurde, aber mittlerweile auch bei Larpern recht beliebt ist. Wer allerdings einmal wissen möchte, wie Basiliskenfilet, Elfenpfanne oder eine Schlachtfeldsuppe munden, dem sind die gut nachkochbaren Gerichte aus dem Büchlein “Roter Drache in Aspik - Das Fantasy-Kochbuch” (Storz | 2008 | Bassermann Verlag) empfohlen. Eine Reise in die Geschichte mit kulinarischen Gaumenfreuden - ob für festliche Gelage oder daheim zu zweit - finden sich bei den mittelalterlichen Kochbüchern, von denen wir hier eine kleine Auswahl getroffen haben, die wir Euch ans Larper- oder mittelalterliche Fanherz legen wollen (s.o.). Üppige Gerichte mit Augenzwinkern aus “Wie man eyn teutsches Mannsbild bey Kräften hält” (Fahrenkamp | 1999 | Orbis) erfreuen die Geschmacksnerven der Living-History-Gemeinde ebenso wie die Rezept-Bandbreite aus “Das Ritter-Kochbuch”, die von Kinderfest bis pompöse Festlichkeit reicht. maskworld.com wünscht Euch viel Spaß beim Nachkochen!

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Dieser Beitrag wurde am Mittwoch, 25. März 2009 um 17:34 Uhr veröffentlicht.