Freitag, 13. August 2010
Das Geheimnis ist gelüftet. Endlich wissen wir, was sich hinter der mysteriösen “What Is Icarus”-Webseite verbirgt, die schon seit längerem Anlass zu heftigen Spekulationen bot. Kein neues “X-Wing vs. Tie-Fighter” und kein neues “Kingdom Hearts”. Stattdessen ein neues “Bioshock”. Ein richtiges “Steampunk-Bioshock”. “Bioshock Infinite”, eine Fortsetzung, die keine ist.
So verwirrend, wie sie klingt, ist diese Aussage eigentlich gar nicht. Getätigt wurde sie von Ken Levine dem Creative Director von Irrational Games und Kopf hinter dem ersten “Bioshock” anlässlich der Vorstellung des neuen Projekts. Im Prinzip möchte er damit nur zum Ausdruck bringen, dass “Bioshock Infinite” der Tradition der bisherigen Spiele folgt und dabei doch gewissermaßen revolutionär ist. Kernpunkte, wie das fantastische aber dennoch bodenständige Setting und die Möglichkeit, Probleme (Gegner) auf unterschiedliche Art und Weise zu lösen (beseitigen), bleiben erhalten, während alles andere auf dem Prüfstand steht.
Konform mit der Tradition des fantastischen Settings und trotzdem erfreulich anders ist der Übergang vom inzwischen etwas brackigen Unterwasser-Szenario zum erfrischend luftigen Abenteuer über den Wolken. Ihr schlüpft dabei in die Rolle von Booker Dewitt, der ein ehemaliger Agent der 1850 gegründeten Detektei namens “Pinkerton” (Pinkerton’s National Detective Agency) ist. Euer Auftrag im Jahr der Handlung, 1912: Die seit 15 Jahren vermisste Elisabeth finden, die irgendwo in Columbia versteckt ist. Dass es sich dabei um eine Steampunk-mäßig fliegende Stadt handelt, die ein paar Tausend Meter über Normal Null schwebt und in welcher dem Wahnsinn offenbar Tür und Tor geöffnet sind, macht die Sache nicht unbedingt leichter. Waren es in der Unterwasserstadt Rapture noch die Klaustrophobiker (Menschen, die unter Platzangst leiden), die sich in der liebevoll gestalteten Art Deco-Umgebung “besonders wohl” fühlten, dürfen sich nun die Akrophobiker (Menschen, die unter Höhenangst leiden) über viktorianische Architektur in schwindelerregenden Höhen freuen.
Nicht ohne hinzuzufügen, dass es sich dabei nur um die Spitze des Eisberges der Neuerungen handelt, hat Ken Levine schon angedeutet, was den Spieler in Columbia an frischen Spielelementen erwartet: So werdet Ihr Euch mit Elisabeth zusammentun und Eure außergewöhnlichen Fähigkeiten (wir sind gespannt welche das sind) nutzen müssen, um am Leben zu bleiben und allen Gefahren zu entkommen. Mithilfe sogenannter Sky-Lines rasend schnell große Entfernungen überbrücken und Euch dabei Feuergefechte auf lange Distanzen liefern können, wie sie in Rapture niemals möglich gewesen wären. Ob die radikalen Änderungen den Namen “Bioshock” im Titel noch rechtfertigen, bleibt abzuwarten. Vielleicht wäre der Titel “Aeroshock” passender. Uns gefällt die Steampunk-Optik mit Elementen des viktorianischen Zeitalters vor dem Hintergrund eines abgefahrenen, amerikanischen Imperialismus’ rein äußerlich jedoch schon jetzt sehr gut – unabhängig vom Namen.
Nichtsdestotrotz müssen wir arme Kreaturen uns noch bis zum Erscheinen des fertigen Spiels 2012 gedulden bzw. unseren Appetit mit Brotkrumen sättigen, die Irrational Games in der Zwischenzeit hoffentlich zahlreich streut… Den Anfang machen wir mit dem ersten Trailer und einem schicken “Bioshock Infinite”-Wallpaper.
Offizielle Bioshock Infinite Webseite
Der erste Trailer zu “Bioshock Infinite” in HD
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