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Mittwoch, 18. November 2009
Welche Überraschungen hat der Rote Planet noch für uns parat? Gibt es Leben auf dem Mars? Erste Antwort: viele. Zweite Antwort: ab jetzt ganz bestimmt! Denn die NASA will Euch ganz offiziell virtuell auf die Reise schicken, um bei der Auswertung der immensen Datenmengen vergangener und aktueller Mars-Missionen behilflich zu sein.
Unser roter Nachbarplanet beflügelt die Fantasie der Menschen schon, seit sie ihre Augen gen Himmel richten. In der Antike Sitz des Kriegsgottes Mars, wird der vierte Planet des Sonnensystems spätestens mit Carl Ignaz Geigers Roman “Reise eines Erdbewohners in den Mars” von 1790 Ziel fantastischer Expeditionen. In der Folge gibt es eine unfassbar umfangreiche Liste an Literatur, Verfilmungen, Comics und Spielen, die sich um die wechselseitigen Beziehungen zwischen diesen interplanetarischen Nachbarn drehen. “Die Mars Chroniken”, “Krieg der Welten”, “Red Planet”, “Ghosts On Mars”, “Thunderbirds Are GO”, “Total Recall”, “Mars Attacks” oder Marvin der Marsmensch sind nur einige wenige Beispiele für die doch sehr unterschiedlichen Herangehensweisen. Doch hinweg mit der Fiktion – nun ist die Wissenschaft am Zug!
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Die NASA hat ganz konkret mit zweierlei Problemen zu kämpfen: die langwierige und zeitraubende Auswertung millionenfachen Bildmaterials der Marssonden und die mitunter mangelnde Begeisterung für künftige Mars-Missionen. In Zusammenarbeit mit dem hauseigenen Jet Propulsion Laboratory und Microsoft sollen beide Ärgernisse auf einen Streich beseitigt werden. Was bei Nasa-Manager Doug McCuistion ein wenig pathetisch klingt („Wir sind an einem Punkt in der Geschichte, an dem jeder ein Entdecker sein kann. Mit so viel öffentlich zugänglichen Daten der Marsmissionen ist die Erforschung des Mars ein gemeinsames Unterfangen der Menschheit.“), wird etwas realitätsnaher “Crowdsourcing” genannt. Gemeint ist damit die simple Annahme, dass menschlicher Verstand Fotos besser auswerten kann als jedes Computerprogramm. Euch erwartet also keine hochtrabende Wissenschaft, allerdings auch kein ganz simples Kinderspiel, wie ein erster Besuch der “Be a Martian!”-Website vermuten lassen könnte. Ihr wählt einen Roboter, der Euch in der wüstenartigen Marslandschaft vertritt und helft fortan, in spielerischen Missionen Mars-Landkarten zu verbessern und Krater zu zählen. Angestachelt durch Spielpunkte sollt Ihr zu Höchstleistungen im Dienste der Wissenschaft getrieben werden.
Aber ob damit auch die Frage geklärt werden kann, ob es tatsächlich Leben auf dem Mars gibt? Wir sagen ja! Und hätten auch ein paar, wenn nicht sogar jede Menge Ideen, wie solche Typen aussehen könnten…
Mehr Infos: beamartian.jpl.nasa.gov | www.nasa.gov
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